Titelbild eines Spickzettels zum Drohnenrecht mit Quadrocopter, Flughafen-Kontrollturm, Remote ID-Karte und dem Titel „Von Piloten, für Piloten“.

Drohnenrecht 2026 – Praxisleitfaden: UK-100-g-Grenze, Remote ID in den USA und EASA-Regeln

Von Piloten, für Piloten. Das ist für uns kein Slogan. Genau darum geht es.

Ich gehöre zum britischen Teil der ProDrone Enthusiast Alliance. Stell dir eine abgewetzte Fliegerjacke, ein lauwarmes Pint und eine Meinung vor, wie man sie erst entwickelt, nachdem man bei einer Landung einen Gimbal explodieren gesehen hat.

Kurzes Geständnis: Der schnellste Weg, „Drohnenrecht zu lernen“, ist, versehentlich gegen eine Regel zu verstoßen. Ich habe einmal in der Ankunftshalle stolz wie ein Idiot eine Drohne ausgepackt … und sofort gelernt, dass „Zoll“ keine Frage des Bauchgefühls ist, sondern ein Verfahren.

Das hier ist unser Bierdeckel-Spickzettel für die Länder, in die wir am häufigsten liefern. Keine Rechtsberatung – sondern die Dinge, die dir in der Praxis tatsächlich Probleme bereiten.

Wenn du nur eine Gewohnheit daraus mitnimmst: Prüfe vor jedem Flug die offizielle Karte bzw. das offizielle Portal.

Englisch (UK): Vereinigtes Königreich (CAA) – 2026 wurden 100 g zum Problem [+ Zum Aufklappen klicken]

Also. Im Vereinigten Königreich gelten seit dem 1. Januar 2026 neue Spielregeln.

UK: 100 g bedeuten jetzt praktisch „Du bist im System, Kumpel“.

100-g-Grenze sowie Flyer ID und Operator ID

Wiegt deine Drohne 100 g oder mehr, ist es nicht mehr nur ein bisschen Herumprobieren. Die CAA erwartet, dass du dich um die erforderlichen IDs kümmerst.

Zeitplan für Remote ID

Remote ID ist im Vereinigten Königreich sinngemäß das „Nummernschild für die Drohne“.

Remote ID wird ab dem 1. Januar 2028 verpflichtend (sofern keine Ausnahme gilt).

CAA: Remote ID (RID)

Luftraum im Vereinigten Königreich prüfen (verlass dich nicht auf dein Gedächtnis)

„Letzten Sommer bin ich hier geflogen“ ist kein Flugplan.

  • Die CAA gibt die Regeln vor. Apps sind Hilfsmittel. Für einen schnellen Check gibt es Drone Assist: Drone Assist (Android)

Mein peinlicher UK-Moment

Mein peinlicher UK-Moment: Ich habe eine Drohne einmal auf einer Küchenwaage gewogen, die mich angelogen hat. Eine Stunde ging fürs erneute Registrieren drauf, weil meine „99 g“ in Wahrheit eher „für die CAA nah genug dran, danke“ waren. Kauf dir eine vernünftige Waage – oder leb mit den Folgen.

Englisch (US): Vereinigte Staaten (FAA) – erst TRUST, dann Remote ID, Ego zuletzt [+ Zum Aufklappen klicken]

In den USA ist alles großartig – bis es plötzlich nicht mehr so ist. Auf dem Papier sind die Regeln einfach, in der Praxis unerbittlich.

USA: kein TRUST, kein „recreational“. Dann bist du einfach ein Typ mit einem fliegenden Problem.

TRUST (Recreational UAS Safety Test)

Wenn du in den USA zum Spaß fliegst, musst du TRUST bestehen und den Nachweis aufbewahren. Ja, auch wenn du „schon weißt, was du tust“.

Remote ID

Remote ID ist an die Registrierungspflichten gekoppelt. Wenn du registrieren musst (oder registriert hast), ist die Einhaltung der Remote-ID-Vorgaben relevant.

Karten und „Wo darf ich fliegen?“

Nutze eine offizielle Quelle, bevor du die Motoren startest.

Meine US-„Beinahe“-Geschichte

Meine US-„Beinahe“-Geschichte: Ich landete in Florida, lud die Akkus und machte mich auf die Suche nach Aufnahmen zur goldenen Stunde. Dann fiel mir TRUST ein – während ich gerade buchstäblich die Propeller ausklappte. Nichts verbindet einen so sehr mit einem Land wie ein Sicherheitstest auf einem schwülen Parkplatz.

EU und EASA: ein Rahmen, viele lokale Fallen [+ Zum Aufklappen klicken]

Der EASA-Raum kommt bei Drohnen einer „Standardisierung“ am nächsten … und findet trotzdem Wege, dir den Tag zu verhageln.

EASA: einmal registrieren (im ersten EASA-Land) und diese Betreiberregistrierung gilt in den EASA-Staaten.

Geo-Zonen: hier wird es wirklich knifflig

Die EASA liefert das gemeinsame Regelwerk. Jedes Land bringt eigene Geo-Zonen, Karten, Portale, lokale Gepflogenheiten und seine ganz eigene Haltung nach dem Motto „Wir legen das etwas anders aus“ mit.

Prüfe am Tag des Fluges immer die offizielle Karte bzw. das offizielle Portal des jeweiligen Landes.

Deutsch (Deutschland): Deutschland – Haftpflichtversicherung, sonst kannst du es vergessen [+ Zum Aufklappen klicken]

Deutschland ist aus der Luft wunderschön. Deutschland macht aus Papierkram allerdings auch gern eine Sportart.

Deutschland: Eine Haftpflichtversicherung ist verpflichtend.

Pflichtversicherung (nein, gute Absichten zählen nicht als Versicherungsschutz)

Geo-Zonen und lokale Regeln

Nutze dipul, um Zonen und Anforderungen zu prüfen. Improvisiere nicht einfach in der Nähe von Ortschaften, Bahnstrecken und allem, was wichtig aussieht.

Mein peinlicher Moment in Deutschland

Mein peinlicher Moment in Deutschland: Ich bin einmal mit allem aufgetaucht – außer dem Versicherungsnachweis. Der Typ, mit dem ich fliegen wollte, hat nicht geschimpft. Er sah einfach nur enttäuscht aus. Das ist schlimmer als Anschreien.

Französisch (Frankreich): Frankreich – AlphaTango und Géoportail, sonst ist es Rätselraten [+ Zum Aufklappen klicken]

Frankreich ist atemberaubend. Frankreich hat aber auch eine ausgeprägte „Erst der Papierkram“-Mentalität.

Frankreich: An AlphaTango führt beim Papierkram kein Weg vorbei.

AlphaTango-Portal

Karte der Beschränkungszonen (Géoportail)

Mein französischer Rückzieher

Mein französischer Rückzieher: Ich wollte bei Sonnenaufgang in der Nähe eines hübschen alten Gebäudes ein paar ruhige Aufnahmen machen. Ein Jogger sah erst die Drohne, dann mich und machte anschließend die international verständliche Geste für „nein“. Ich packte ein wie ein wohlerzogenes Kind.

Niederländisch (Niederlande): Niederlande – richtig registrieren, GoDrone prüfen, Privatsphäre beachten [+ Zum Aufklappen klicken]

Die Niederlande sind organisiert. Die Regeln auch. Also bleib auf dem Laufenden.

Niederlande: Für Betreiberangelegenheiten ist RDW zuständig, und vor dem Start solltest du die Karte prüfen.

Betreibernummer und Pilotenlizenz (RDW)

Luftraumkarte (GoDrone)

Kamera und Privatsphäre

Schwebe nicht wie eine Möwe mit Objektiv vor dem Fenster anderer Leute. Damit ziehst du garantiert die falsche Aufmerksamkeit auf dich.

Spanisch (Spanien): Spanien – AESA-Registrierung und ENAIRE Drones für Zonen [+ Zum Aufklappen klicken]

Spanien ist ein Traum für Aufnahmen. In Spanien stellt sich aber auch ständig die Frage: „Hast du die Geo-Zone geprüft?“

Spanien: Die AESA kümmert sich um die Registrierung, ENAIRE hilft dir dabei, nichts Dummes zu tun.

Betreiberregistrierung (AESA)

Geo-Zonen und Planung (ENAIRE)

Italienisch (Italien): Italien – D-Flight, sonst bist du gar nicht erst im Spiel [+ Zum Aufklappen klicken]

In Italien verliebst du dich wieder ins Fliegen. Danach musst du ein Portal öffnen, Formulare ausfüllen und deine Lebensentscheidungen hinterfragen.

Italien: D-Flight ist der zentrale Anlaufpunkt für Registrierung und Karten.

D-Flight-Portal (Karten und Betreiberangelegenheiten)

Norwegisch, Finnisch, Schwedisch und Dänisch: Nordische Länder (Norwegen, Finnland, Schweden und Dänemark) – herrlicher Himmel, ernst zu nehmende Karten [+ Zum Aufklappen klicken]

In den nordischen Ländern geht es ruhig zu – bis plötzlich Schluss damit ist. Flughäfen, Naturschutzgebiete und weniger offensichtliche Regeln erwischen Besucher schnell auf dem falschen Fuß.

Nordische Länder: Die Karte ist Pflichtlektüre.

Norwegen: Luftfartstilsynet und Avinor

Finnland: Droneinfo

Schweden: Transportstyrelsen und LFV Dronechart

Dänemark: Geo-Zonen auf droneregler.dk

Polnisch (Polen): Polen – PANSA-Tools plus ausgeprägte Check-in-Kultur [+ Zum Aufklappen klicken]

In Polen heißt es sinngemäß: „Sag dem System, was du vorhast.“ Wer das ignoriert, muss schnell erklären, was er da eigentlich tut.

Polen: Zonen prüfen, offizielle Tools nutzen und in Flughafennähe nicht improvisieren.

Offizielle Behörde und Luftraum-Tools

Tschechisch (Tschechien): Tschechien – dron.caa.cz und DroneMap [+ Zum Aufklappen klicken]

Tschechien ist unkompliziert, wenn du das richtige Portal nutzt. Wenn nicht, bleibt nur Rätselraten mit viel Selbstvertrauen.

Tschechien: Starte bei dron.caa.cz und plane mit DroneMap.

Portale für Registrierung, Piloten und Betreiber

Ungarisch (Ungarn): Ungarn – MyDroneSpace ist alles andere als optional [+ Zum Aufklappen klicken]

Ungarn hat ein besonderes Talent dafür, aus „nur einem kurzen Flug“ ein komplettes Verwaltungsprojekt zu machen.

Ungarn: MyDroneSpace ist das offizielle Tool, nach dem man dich fragen wird.

MyDroneSpace (HungaroControl)

Rumänisch (Rumänien): Rumänien – nutze die Drohnenseite der AACR, nicht irgendwelche Blogs [+ Zum Aufklappen klicken]

Rumänien gehört zum EASA-Raum, aber lokale Hinweise sind wichtig.

Rumänien: Prüfe vor dem Flug die offiziellen Informationen der AACR.

Drohneninformationen der AACR (rumänische CAA)

Bulgarisch (Bulgarien): Bulgarien – Registrierung über das offizielle Portal der DG CAA [+ Zum Aufklappen klicken]

Bulgarien hat wenig übrig für „Aber das wusste ich nicht“.

Bulgarien: Nutze den offiziellen Registrierungslink der DG CAA.

UAS-Informationen und Registrierung der DG CAA

Griechisch (Griechenland): Griechenland – die DAGR-Karte ist dein bester Freund [+ Zum Aufklappen klicken]

Griechenland ist wie fürs Kino gemacht. Es gibt dort allerdings auch Gebiete, in denen du Genehmigungen brauchst, und ohne Karte ist die Grenze nicht immer offensichtlich.

Griechenland: Prüfe DAGR vor jedem Flug.

DAGR (Drone Aware Greece) – Luftraumplattform

Japanisch (Japan): Japan – Registrierung ab 100 g, Remote ID und: Ja, Genehmigungen gibt es [+ Zum Aufklappen klicken]

Japan ist höflich, präzise und ganz sicher kein Ort für „Ich starte einfach mal“.

Japan: Ab 100 g ist eine Registrierung erforderlich, und Remote ID gehört zum Regelwerk, mit dem du dich befassen musst.

Registrierungsportal (MLIT)

DIPS2.0 (Verfahren und Überblick über Genehmigungen)

Praktischer Hinweis

Japan hat klar geregelte Vorgaben dazu, wo, wann und wie du fliegst (bebaute Gebiete, Nacht, Veranstaltungen usw.). Wenn du mehr vorhast als die langweiligen Grundlagen, geh davon aus, dass du dich einlesen, einen Antrag stellen oder beides tun musst.

Arabisch (Golfregion): VAE und Saudi-Arabien – Flughäfen sind einfach, der Zoll ist der Endgegner [+ Zum Aufklappen klicken]

In der Golfregion stirbt der Optimismus am Schild „Nothing to declare“.

Reiseregel für die Golfregion: Prüfe Einreise, Freigaben und Registrierung, bevor du die Drohne einpackst.

VAE: Registrierung und Fluggenehmigungen

Saudi-Arabien: GACA-UAS-Portal (und ja, Zollabfertigung wird erwähnt)

Meine Demütigung in der Golfregion

Meine Demütigung in der Golfregion: Ich dachte einmal, „Das kläre ich bei der Ankunft“ sei ein Plan. War es nicht. Es war eine Komödienszene mit mir, einem höflichen Beamten und einer Drohne, die ich plötzlich erst „später“ wiedersehen sollte. Erledige die Portalformalitäten vorher.

Das ProDrone-Versprechen

Wir sind nicht hier, um dir irgendeine Überraschungskiste zu verkaufen und dir anschließend Glück zu wünschen.

Unser Versprechen: Wir empfehlen nur Drohnen, die wir selbst fliegen würden – und wir sagen dir, wenn die Regeln eines Landes deinen Plan zu einer schlechten Idee machen.

Wenn du Ausrüstung suchst, die ihr Geld wirklich wert ist (und mit der du leichter legal unterwegs bleibst), schau dir die Produkte an, hinter denen wir mit unserem Namen stehen:

Drohnen für Einsteiger ansehen

Steht eine Reise an, hast du etwas Ungewöhnliches damit vor oder bist du unsicher, welche Regeln gelten?

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